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Das erste Dezemberwochenende, das zumeist dem traditionellen Jahresabschluss unseres Vereins gewidmet ist, rückte heran. Diesmal führte uns der Weg wieder einmal ins Bielatal, allerdings nicht in die SBB eigene Hütte, sondern in die privat bewirtschaftete Ottomühle. Wieder einmal bin ich nicht wie geplant von Arbeit weggekommen, sondern es wird später und später. Während es bei uns nasskalt ist und sich das Wetter auch bis hinter Dresden nicht wirklich ändert, sehen wir kurz hinter dem Abzweig ins Bielatal den ersten Schnee auf den Feldern. Als wir endlich im Bielatal eintreffen ist es schon stockfinster und eine ganze Reihe von Bergfreunden ist schon vor Ort. Nach den ersten Begrüssungen und dem allgemeinen Einrichten geht es über zum gemütlichen Teil. Überall werden Neuigkeiten ausgetauscht und man freut sich, lange nicht mehr gesehene Freunde wiederzutreffen. Dann finden noch Diavorträge von Tobasco über Schottland und Andreas über Chile statt.
Am nächsten Morgen kommen alle mehr oder weniger schnell in Gang. Nach gemütlichem Frühstück sammelt sich alles zur Wanderung nach Ostrov in Tschechien, wo wir zum Mittagessen einkehren wollen. Langsam setzt sich die Masse in Bewegung. Olaf mitsamt Rollstuhl ist auch schon in Gang und der Weg ist vorerst noch recht ordentlich. Doch umso weiter wir uns das Tal hinauf arbeiten, umso tiefer wird der Schnee. Doch auf etwa der halben Strecke gibt es erst einmal eine kurze Rast an einer Unterstellhütte. Auf den letzten Metern kurz vor der Grenze wird es dann richtig arg – gut zehn bis fünfzehn Zentimeter Schnee liegen auf dem Weg und wir mühen uns wechselseitig Olaf in den unterschiedlichsten Varianten voranzubringen, was nicht nur bei ihm für Heiterkeit sorgt. Doich endlich ist Ostrov erreicht, aber es wird nicht unbedingt viel einfacher, weil die Dorfstrasse ungestreut und total überfroren ist. Doch wir kommen trotz allem gut voran und wenig später erreichen wir den Abzweig hinunter zum Restaurant, dass am Ufer eines Fischteiches liegt und das wir schon öfter besucht hatten. Zu unserem Pech ist die Lokalität recht gutbesucht und wir haben Mühe alle unterzubringen. Doch letztendlich gelingt es und nach gut zwei Stunden sind alle abgefüttert und wir brechen wieder in Richtung Ottomühle auf. Jetzt müssen wir Olaf erst einmal woieder den steilen Weg zur Dorfstrasse hinauf befördern, was mit vereinten Kräften gelingt. Inzwischen hat Schneeregen eingesetzt, der uns auf dem Rückweg begleitet. Ein Stück hinter der Grenze teilt sich die Gruppe auf. Während wir mit Olaf auf dem Fahrweg zurücklaufen, wandert der grösste Teil hinüber ins Nachbartal, um die Wanderung noch etwas auszudehnen. Bald darauf beginnt es immer stärker zu schneien. An der Unterstellhütte machen wir wieder Rast und es gibt Glühwein, Tee mit Rum und Kekse. Langsam setzen wir uns wieder in Bewegung um den Rest des Weges unter die Füsse und Räder zu nehmen. Langsam dämmert es und als wir uns wieder der Ottomühle nähern, gibt es noch eine zünftige Schneeballschlacht. Wieder zurück wird der Kaffeetisch gedeckt und bald darauf treffen auch die Anderen ein. Am Abend gibt es noch einen Diavortrag von Thomas über Sardinien und man sitzt noch lange zusammen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück am Sonntagmorgen verabschiedet sich ein Teil unserer Bergfreunde, während es den Rest noch nach Dresden zieht, da für den Nachmittag eine Besichtigung der Gläsernen Manufaktur organisiert ist. Doch vorerst geht jeder seiner Wege und wie aus Zufall trifft man natürlich den ein oder anderen auch auf dem Striezelmarkt. Nach einem Aufstieg auf den Turm der angrenzenden Kreuzkirche fahren wir auch zur Manufaktur, wo sich nach und nach alle versammeln. Beeindruckend ist der Bau schon. Zu allem Unglück fällt die kleine Lisa in das zentrale Wasserbecken, dessen Oberfläche kaum als solche zu erkenne ist. Wer schon mal da war kann’s sicher verstehen. Doch alles wird wieder auf die Reihe gebracht und wir lassen den modernen Bau auf uns wirken. Leider ist von den inrteressanten Details der Produktion im Prinzip nichts zu sehen. Nach der Führung heisst es dann wieder Aufbruch in Richtung Heimat und verabschiedet sich von allen nach einem wirklich gelungenen Wochenende. |